Pascale Grau:
Brache – Brunnen – Notausgang

Pascale Grau schreibt im Auftrag von «Kollabor» nach der Performance «The Gathering Nr.2/15» am Samstag 25.10.2015 an der Horburgstrasse 53 in Basel.

Prolog
Eine Motivation der Initiant/innen ist die persönliche Konfrontation mit dem Unvorhersehbaren. Es geht um die Strategie sich auf eine unsichere nicht vorgegebene Situation mit anderen Menschen einzulassen. Dieses Sich-Aussetzen wird dabei mehr vom Kollektiv und den Zufällen bestimmt als vom Einzelnen. Die Initiant/innen wollen Möglichkeiten des Zusammen-Tuns öffentlich vorführen. Ein künstlerisches Statement also, das gegen die gesellschaftlich grassierende Vereinzelung im Alltag reagieren will.
Das Prinzip der kollaborativen Praxis, das schon in den 90er –Jahren des letzten Jahrhunderts und davor in den 70er-Jahren verhandelt wurde, wird derzeit häufiger von Künstler/innen aus der Generation der Dreissigjährigen aufgegriffen und ausgelotet (u.a. «Together» eine Theaterperformance von Marcel Schwald, 2015, oder Heimatland, ein Spielfilm als Kollektivwerk von zehn CH- Regisseur/innen, 2015). In diesem Zusammenhang ist die Referenzlektüre von Richard Sennet zu nennen: Together, The Rituals, Pleasures and Politics of Cooperation, 2014. Sennet bezeichnet darin Zusammenarbeit als ein Handwerk, das mehr auf Dialog baut anstatt auf Dialektik. In diesem Sinne treten die Performer/innen auf dem Platz an der Horburgstr. 53 künstlerisch in einen vierstündigen Dialog miteinander und führen kollaborative Strategien als gesellschaftliche Praxis vor und auf. Dies im Öffentlichen Raum zu tun verstärkt die Aussage, dass Kollaboration an und für sich etwas Öffentliches ist.

Situation ca. 13.05 h
Zu zweit, zu dritt, zu fünft stehen – zusammenstehen, gehen, liegen, rollen, ausloten, sitzen. Eine zieht sich bis auf weisse Unterwäsche aus und kämmt sich die Haare. Einer schreitet den Platz ab. Ein anderer macht sich an einem Zeitungs-Wagen zu schaffen und verteilt die alten verwitterten Zeitungen auf dem Boden. Das Notausgangshäuschen wird eingenommen und besetzt, der Brunnen wird mit Kreide bemalt. Einer rollt einen grossen roten Ballon übers Grün und setzt damit einen roten Farbakzent auf die Wiese. Der ganze Platz wird in Beschlag genommen. Einzelne Aktionen scheren aus, entwickeln und verändern sich und werden doch als ein Gemeinsames Tun gelesen.
Vier vom Kollektiv Kollabor erscheinen von links mit Holztafeln, die sie an einem Stab wie Verkehrsschilder vor sich hertragen. Oder sind es Demonstrationsschilder? Schilder ohne Aufschrift. Wird hier demonstrieren als Geste vorgeführt? Sie Bewegen sich zueinander, stellen Posen und Standbilder. Dann beginnen sie mit den Tafeln wie mit Schwertern zu kämpfen. Es kracht. Nun kommt auch Sprache ins Spiel. «Zunehmender Militarismus aus Angst vor Aufständen», ruft Eine. Später lassen die anderen Performer/innen die Tafeln zu Schaufeln oder anderen alltäglichen Gerätschaften werden, um miteinander zu interagieren.

Situation ca. 13.50 h
Rhythmusgebend ist das im Viertelstundetakt sich ereignende Kommen und Gehen von Passant/innen. Dies wird vor allem verursacht durch ein- und ausfahrende Trams. Immer zwei von links, rasch gefolgt von zwei von rechts. In den Trams drehen die Leute ihren Kopf zum Schauplatz. Dazwischen gibt es «Pausen».
Das Publikum der knapp vierstündigen Gruppenperformance besteht also aus ÖV- Nutzer/innen, Wartenden, Anwohnern, älteren Menschen (Altersheim gegenüber), Hundehaltern, Kindern, Müssiggängern, Parkplatzsuchenden und Kunstinteressierten. Leuten also, die oft nur kurze Zeit hinschauen und ihres Weges gehen. Andere beobachten im Schutz des Wartehäuschens oder stellen sich in einem Sicherheitsabstand zum Platz hin, um in Ruhe beobachten zu können. Die meisten geben sich dafür aber nur einige Minuten Zeit. Eine Familie entlädt links vom Platz ihr Auto und geht mit dem Samstagseinkauf in Lidl- Taschen in ein umliegendes Haus. Fahrradfahrer verlangsamen ihre Fahrt, ein Mann mit Kinderwagen und eine alte Frau bleiben stehen. Ab und zu lassen sich Zuschauende von einer Performerin, die am Rande des Platzes agiert in ein Gespräch verwickeln. Einer sonnt sich auf einer Bank, während eine Frau ihren Kopf auf seinen Schoss bettet. Die Sonne scheint, es ist frühlingshaft warm an diesem Oktobertag. Eine adrett gekleidete, ältere Dame beginnt mit einer jungen Frau ein Gespräch über das Wetter, über das Essen und ihr Zimmer im Altersheim. Beim Weggehen entschuldigt sie sich, dass sie eigentlich nur ein Schwätzchen halten wollte. Zum Geschehen auf dem Platz äussert sie sich gar nicht. «Non entiende nada, siuza locca, es mui bien, ma non entienda la cosa», sagt einer zum Sonnenanbeter auf der Bank. Sehr langsam fährt eine Polizeistreife links am Platz vorbei. Wird sie intervenieren?

Dieser Platz von 1000 Quadratmetern (ca. 20 m breit und 50 m lang) ist öffentlicher Raum (Fussnote 1). In einer Ecke befindet sich ein Notausgangshäuschen, das die Aufgangstreppe von der daruntergelegenen Autobahn beherbergt. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Brache mit Primärbewuchs. Ruderalpflanzen, die trotz der als Hundetoilette benutzten Wiese nach Weg-Rauke, Natternkopf, und Nachtkerze duftet. Umrandet ist die Brache durch breite Gehwege. An der Häuserzeile, der Sonne zugewandt, wurde ein gekiester Streifen mit Bäumen, Bänken und Tischen eingerichtet. Es ist ein von der Gemeinde neugeschaffener Platz, der auf einer städtischen Schuttflur, nach Abschluss der Bauarbeiten zur unterirdischen Autobahn eingerichtet wurde. Ein Unort? Ein nicht spezifizierter Freiraum? Ein Begegnungsort? Jedenfalls ein Platz der auf dem Basler Stadtplan nur die Bezeichnung einer Hausnummer trägt. Die Hausnummer eines Hauses nämlich, das dort stehen könnte: Horburgstr. 53.

Situation: ca. 14.30 h
In der viertelstündlichen «Pause» des Tramballetts ist auf dem Platz eine «häusliche» Geschäftigkeit eingekehrt: Tiere werden gefüttert, weisse Papierbahnen zu Panzern gefaltet, um sich darunter wie eine Schildkröte fortzubewegen. Dies erinnert mich an den Trick mit der rollenden Orange, unter dem zu einem Hut geknautschten Orangenpapier. Packpapier wird entrollt, verdreht, geknetet und herumgeschleift. Einer hat sich unterdessen auf dem Notausgangshäuschen eingerichtet. Es entstehen Bilder einer Besetzung oder einer Neunutzung z. B. als Bühne. Von links taucht plötzlich ein schwarzgekleideter Mann auf. Er trägt eine Mike Shiva-Maske. Ist es ein Anwohner, der aus seiner Wohnung das Geschehen beobachtet und seine Chance für einen Auftritt kurzerhand wahrgenommen hat? Oder ist es ein Performer? Gönnerhaft in alle Richtungen nickend macht er eine Runde auf dem Platz, betrachtet die Aktionen und Relikte von Nahem, bleibt stehen, nickt mit dem Kopf und macht schliesslich winkend einen Abgang. Er verschwindet in einer Hauseinfahrt am linken Ende des Platzes woher er gekommen war. Unterdessen wurde eines der Holzschilder mit roten Buchstaben besprüht und der Stab in die Wiese gesteckt. So ist der «namenlose Platz» zum Kollabor-Platz getauft worden! Für mich ein weiteres künstlerisches Statement, das sich an die Reclaim-The-Streets-Bewegung anlehnt (Fussnote 2).

Etwa in einem Stundenrhythmus – und im Nachhinein entpuppt sich dies als Konzept des Kollektivs Kollabor – tragen die Mitglieder neues Material auf das Gelände, das im weiteren Verlauf zuerst von den vier Mitgliedern des Kollektivs, dann aber auch von den anderen Performer/innen aufgegriffen und bespielt wird. Dieser konzeptuelle Input, also das Hereinbringen von Material strukturiert einerseits die Aktionen des Kollektivs aber auch die gesamte Gruppenperformance auf sehr musikalische Weise. Mir kommt die freie improvisierte Musik in den Sinn, bei der einer ein neues Thema oder einen neuen Rhythmus einwirft, um das Musikstück zu verändern, weiterzutreiben und zu strukturieren.
Kollabor kommt also als nächstes mit grossen Kartonbuchstaben. Eine performt ein Poem Sonore des portugiesischen Performers Fernando Aguiar, der an den diesjährigen internationalen Performancetagen in Giswil aufgetreten war und somit zitiert sie die experimentelle und visuelle Poesie, die aus der Dada- und Fluxusbewegung und der Mail Art hervorgegangen war. Während sie die Buchstaben in die Luft wirbelt ruft sie die Buchstaben laut aus und scheint uns damit etwas zu verkünden. Das Kollektiv greift die Buchstaben auf. Zu zweit, zu dritt oder zu viert formieren sie sich und verbinden die Buchstaben einfallsreich mit Körperteilen. Das O wird wie eine Königkrause getragen, das A wird zum Heiligenschein die L’s werden zu verlängerten Armen. Es entstehen Wort-Stand-Bilder, die sich gut fotografieren lassen: KARO. ROA. BRALL. KORBALL. KO. OK. Buchstaben fächeln in alle Richtungen, landen auf dem Boden, bleiben liegen und werden später auch von den anderen Performer/innen aufgegriffen. Durch diese Buchstabenaktionen scheint die ganze Gruppe zu den Zuschauenden zu sprechen. Eine Buchstabengeberin ruft mehrmals RA-RA und lockt Raben an, die sich zum Stück dazu gesellen.
Auf der Brache wird eine Rolle weisses Papier über die Breite von ca. 20 Metern ausgerollt.«Was isch da Chaibs», fragt eine Frau mit Krücken, setzt sich auf eine Bank, schüttelt den Kopf und zieht sich die Mütze gerade. «Was söll das si?» fragt sie eine Frau mit drei Hunden, die sich dazugesellt. Diese äussert nur ihren Ekel gegenüber den Aktionen, denn die Wiese sei doch total «verbislet». Die erste Frau doppelt nach, einer habe ihr gesagt das sei Kunst. Sie hingegen wisse nicht, was das werden soll. «Worum gön die nid uf d’ Mess», setzt sie fort, dort hätten sie schliesslich mehr Zuschauer. Sie sei einmal in Paris gewesen, als Künstler eine Brücke eingepackt hätten, das sei richtige Kunst gewesen. Es sei aber schon verrückt, dass sie für Kunst mehr Geld als für Kinder und Schulen haben, sinniert sie.
Mittlerweile hat Eine den roten Ballon vom Anfang mit dem abgerollten Packpapier umwickelt. Die braune Riesenkugel erinnert nun an eine braune, krustige Erdkugel. Sie wirkt aber nur auf den ersten Blick schwerfällig. Beim Bewegt-Werden erstaunt ihre Leichtigkeit (kaschierter Ballon). Mit einem unsichtbaren Faden zieht und schubst die Performerin die hüpfende Kugel vorwärts, rund um den Platz. Einer macht sich mit den Schildern am Brunnen lautstark bemerkbar. Er hat aus einem Holzschild eine Rampe zum Brunnenrand gebaut und stampft darauf herum. Es schallt ein Echo von den Häuserwänden. Ein anderes Holzschild dient ihm als Gerät um Wasser in einem hohen Bogen aus dem Brunnen zu schöpfen. Es spritzt!

Situation ca. 15.10 h:
Ein dritter strukturgebender Input von Kollabor: Das Kollektiv formiert sich paarweise und führt zwei Riesenhände und zwei Riesenfüsse aus Karton an Stäben über den Platz, als würden sie diese spazieren führen. Die an Stabpuppen erinnernden Objekte erzeugen durch einen Klappmechanismus eine Zeitlupenbewegung, die den Rhythmus der Gesamtperformance zu beeinflussen beginnt. Die Hände und Füsse tasten den Boden ab, berühren andere Performer/innen, die sich nach und nach in dieses haptische Spiel einmischen.
Zwei versuchen den Packpapierballon wechselweise auf ihren Köpfen hin-und her zu balancieren. Es entsteht ein Bild-Zitat des griechischen Mythos wie Atlas die Welt auf seinen Schultern trägt nur hier sind es ein Mann und eine Frau, die dies gemeinsam versuchen. Unterdessen klatschen die Hände Applaus, während die Füsse «König, König, wie viel Schritte darf ich tun» spielen.
Einer beginnt mit der leeren Kartonrolle eine präzise Aktion am anderen Ende des Platzes. Er benutzt die schwere Kartonröhre als eine Art Vorschlaghammer und beginnt den Boden damit zu stampfen, indem er die Rolle mit voller Wucht auf den Boden fallen lässt. Dieser stampfende Rhythmus animiert die Tänzerinnen zu einer neuen Choreografie.
Neue Zuschauer kommen hinzu, drei junge Männer mit Migrationsgeschichte. Sie sind neugierig und fragen was hier stattfindet. Sie sind froh um Stichworte wie: Theater, Experiment. Ob er partizipieren dürfe, fragt ein Mutiger. Er geht auf eine der Tänzerinnen zu und versucht sofort Körperkontakt mit ihr herzustellen. Offensichtlich macht er dies auf so unsensible Weise, dass die Tänzerin sich ihm entzieht. Damit gibt sie unmissverständlich zu verstehen, dass sie diese Intervention als Übergriff empfindet. Der junge Mann verlässt das Feld und geht. Dazu fällt mir der Song von Stefan Eicher aus den frühen 90er-er Jahren ein. Darin singt er: «Je veux toujours l’amour, l’amour toujours, mais tout les filles de Limmatquai, regarder ne pas toucher». Die Gruppenperformance bietet zwar Handlungsermächtigung für Zuschauende, aber diese scheitert offenbar an soziokulturellen Missverständnissen, während Andere zu Mitmachern werden dürfen. Zwei skandieren Schweizer Kantonsnamen. Als Vorlage dient ihnen eine mitgebrachte Backwarentüte auf der die Schweizer Kantone als Wappen abgebildet sind. Eine liest schon länger aus einem Buch vor, was genau, kann ich aus der Entfernung nicht verstehen. Eine andere verwickelt neugierige Kinder in ein Gespräch und lädt sie zum Mitmachen ein. Papiere auf dem Boden werden bemalt und beschrieben.
Die Polizei fährt ein zweites Mal sehr langsam am Platz vorbei.

Situation: ca. 16.00 h
Kollabor kommt diesmal mit einem Wagen gefahren, beladen mit Kisten, Tellern und einem Tisch. Die Kisten werden mit Wasser aus dem Brunnen befüllt. Die Performer beginnen simultan die Servierteller über den Wasserbehältern schweben zu lassen. Zwei haben sich vor den schweren Papierwagen gespannt und zerren ihn über die Brache. Eine Künstlerin, die seit einiger Zeit zugeschaut hat, wird ebenfalls zur Performerin. Sie bedient sich eines Kofferradios, der von einer anderen Aktion übrig geblieben ist und stellt einen Sender ein, der einen Walzer von Chopin spielt. Indem sie den Radio in die Mitte der Brache stellt, entsteht eine imposante Verdichtung zwischen Bewegungen, Aktionen, gestellten Bildern und der Audioebene. Alles wächst zu einer scheinbar aufeinander abgestimmten Choreografie zusammen. Ich empfinde diesen Moment als eine Art Klimax und eine Form von Entgrenzung.
Danach folgt ein langes Decrescendo, alles ebbt langsam ab. Die Erdkugel bleibt stehen, die schwebenden Teller scheppern zu Boden, die Scherben werden zu einem Haufen gemacht, Bewegungen werden zu Ende geführt….Und wie am Anfang: zusammen stehen, -sitzen, -liegen. Ein langer Dialog und ein rauschendes Fest gehen zu Ende. Es ist 17.00 Uhr.

(1)
Definition öffentlicher Raum: unter öffentlichem Raum wird der ebenerdige Teil einer Gemeindefläche, oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verstanden, der der Öffentlichkeit frei zugänglich ist und von der Gemeinde bewirtschaftet und unterhalten wird. https://de.wikipedia.org/wiki/Öffentlicher_Raum heruntergeladen am 22.11.2015

(2)
Der Begriff Reclaim the Streets (zu deutsch etwa Holt euch die Straße zurück) bezeichnet eine Aktionsform mit dem übergeordneten Ziel des gemeinschaftlichen Aneignens des öffentlichen Raums und hat ihre Geschichte seit 1999 in der Widerstandbewegung gegen die Globalisierung. Auch gegen das Auto als das häufigste Transportmittel, das Stadtplanung und Nutzung des öffentlichen Raums bestimmt. Es werden dabei oft Karneval-artige Feste veranstaltet. https://de.wikipedia.org/wiki/Reclaim_the_Streets heruntergeladen am 22.11.15

Text auf der Basis von Notizen zu «The GATHERING» Nr. 2/15 vom 24.10. 2015 von Pascale Grau. Sie war von 13.00 -17.00 Uhr anwesend.

Teilnehmende Performer/innen/Organisator/innen
«Kollabor»: Irene Maag, Angela Hausheer, MIRZLEKID (Hans-Jörg Köfler), Isabel Rohner
«Gathering»: Gisela Hochuli, Dominik Lipp
Gäste: Rolf Schulz (Performer), Joêlle Valterio (Performerin, Kuratorin), Adrien Gaumé und Karine Loisy (Tänzer/innen), Irena Kulka (Tänzerin), Heike Fiedler (Performerin, Autorin), Chris Regn (Performerin, Kuratorin), Werner Suter (Performer), Jasmin Glaab (Künstlerin, Kuratorin)
Fotografen: Jan P. Müller, Leo Bachmann
Schreibende: Heike Fiedler (im Auftrag vom Kunstbulletin), Pascale Grau