Dorothea Rust:
DOING PERFORMANCE ART HISTORY

Dorothea Rust schreibt nach einer mündlichen Erzählung von Dorothea Schürch, nach dem diese den Kongress DOING PERFORMANCE ART HISTORY vom 03.-05.11.2016 im Cabaret Voltaire in Zürich besucht hat.

An oral recollection of thoughts, statements etc. told by Dorothea Schürch (who had attended the congress) to Dorothea Rust (who was laying on the sofa at home with a broken hip-bone), and retold and afterwards quoted and noted by the latter. Misquoting, as well miss hearing and interpretating due to the transcription from analogue notes into this document are inherent in the following protocol/report. The liveliness of Dorothea Schürch’s report is to this day vivid. Each of the following thought fragments can trigger new thoughts and talks to reflect on performance or could be source material for new performative work.

Eine mündliche Erzählung von Dorothea Schürch (sie besuchte den Kogress) an Dorothea Rust (sie lag zu Hause auf dem Sofa mit einem gebrochenen Beckenknochen), nacherzählt und nach-notiert von Dorothea Rust. Missverstehen und Über-Hören und Missinterpretieren, infolge Transkription von analogen Notizen zu diesem nachstehenden Text, sind diesem Bericht innewohnend. Die Lebendigkeit von Dorothea Schürch’s Nacherzählung ist auch am heutigen Tag anschaulich da. Jeder der nachfolgenden Gedanken-Fragmente können neue Gedanken und Gespräche der Reflektion auslösen, oder könnten sogar Quellen-Material für Performances sein.

Anmerkungen zum Text:
Abkürzung für Dorothea Rust D.R., für Dorothea Schürch D.Sch.
(( … )) Einschübe/Gedanken von D. R.
// … // Hervorhebungen von D. R.

Donnerstag, 3. November 2018

((Warum habe ich hier Bernadett Settele geschrieben????))

Sylvia Sasse, Literaturwissenschaftlerin.
Einführung: «Doing Performance Art History»
Verwendung von Text in Performance … Performance per se subversiv …
// viele Lücken nicht füllen, Geschichtslücken … Chronologie + Geschichtsschreibung werden Akteur_innen … //

Philip Ursprung.
«Zerreissprobe: Performance in the Cold War»
Günther Brus, Beispiel leidendes Subjekt … 2nd World War, Post War, Cold War miteinbeziehen … welfare state im … Sozial(istisch)en Staat
((warum habe ich das so geschrieben?)) …

Es wurde englisch gesprochen, gemischtes Publikum, Conferencier spielte sich trottelhaft auf, was angebracht war ((meinte Dorothea Schürch. Im Hinterher mit Blick
darauf, stellt sich die Frage: was hat diese ‚Methode von durch-die-Veranstaltung-führen’ bewirkt?))

Freitag, 4. November 2018

Sabine Hänsgen.
Einführung: «Media of Documentation»
Hat in Moskau gelebt + Szene in Moskau dokumentiert … ist engagiert, involviert in verschiedenen Rollen … Documentation, Documentability … für sie ist der ‚clou’, dass du ((sie)) Aktivist_in + Historiker_in ((gleichzeitig)) bist ((ist)), dissolving of the roles … findet folgende ((Theorien/Schriften)) wichtig: Vilém Flusser’s
// ‚Gesten’ – phänomenologische Konzepte // ((meint sie z.B. diese Publikation von Flusser: Gesten: Versuch einer Phänomenologie. Frankfurt am, Main, 1994)) weil da der Mensch im Zentrum stehe, auch Philipp Auslanders ‚Liveness’, perf. Kunstgeschichte, ((hier wegen dem)) // Involviert-Sein + nicht Distanziert-Sein. … //

Júlia Klaniczay.
«Performing for the Present, Documenting for the Future – Artpool and Performance Art»
Unterstützt andere Künstler_innen … ‚Györgi Galántai’ ((organizer of events during)) 70er Jahre im Kunstort Balatonboglar, Sommeraktionen, ((G.G. founder of)) Artpool Art research Center in Budapest (zeitgenössisches Archiv) … J.K. jetzt im Museum Art Activity … sieht sich nicht als Kunsthistorikerin + Künstlerin ((organisiert und beschäftigt sich mit Archiv performativ. …))

Judit Bodor/Roddy Hunter.
«The Poïpoïdrome in Budapest: a Case Study in Curating Art and Changeability»
Teaching and learning as Performance Art, Robert Filou ((+ Joachim Pfeufer)) Poïpoïdrome (Budapest) … wie kann eine Wissenschaft Changeability umsetzen – Modell z. Installation, Konzept von Permanent Creation … // Kraft, die in Performance Arbeiten stecken, wenn sich ihr Werk immer verändert, wo bleibt dann das Werk … //

Tomás Pospiszyl.
«Reading Performances. Performative and Literary Aspects of Performance. Art Documentation from Eastern Europe»
Reading Performance, performative artist books … geht nur vom Text aus … Unterschied zwischen Lesen + Schauen … Mensch ist alleine, wenn er((_sie)) liest … im öffentlichen Raum, wenn ((er_sie)) ausgestellt, ((wird er_sie)) nur noch angeschaut …

Marina Grzinic.
«Recycling. Reconstruction and Repetition»
kennt die smartness, wie in Konferenzen reflektiert wird, für sie ist es zentral, ((gemäss D.Sch. weil sie es zuallerst gesagt hätte)), dass es generell um Emanzipation gehe , wie Räume gebaut, deblockiert ((werden)) und um das Machen, Einmischen, um soziale, sexuelle, historische ((Kontexte)), Recycling, Reconstruction und Repetition.

Laibach, ((interdisziplinäres Kunstprojekt in Slowenien)) treten als Nazis auf, als Persiflage, etwas taucht auf, das einmal war ((das immer war??!!)), 1986 behauptet einer, Walter Benjamin käme + würde sprechen // (Geschichte als Objekt). //

Foto von Cindy Sherman als Video recyclen (verschiedene Modelle). Akteur_in im Osten zu Hause, aber transnationale, überregionale, territorial Anliegen.
Gender & Performance Art three episodes from a feminist Cyber-Manga. Who owns history? … (((Die Performance gehört nicht mir??!!)))

Samstag, 4. November 2018

!!!!Zdenka Badovinac.
((warum habe ich hier Ausrufzeichen vorangesetzt? Weil D.Sch. diesen Beitrag als wichtig und oder eindrücklich beschrieb?))
«Arteast 2000+ Collection and its Use»
stellte Galerie-Programm (zusammen), Modernist (universell gedachter Ansatz), Art Contemporary Art (Konditionen, local, reconsidering // cont((ent))((text)) // condition, Re-enactment ist wichtig hat einen Stock von Werken, die sie immer wieder zeigt, es geht nicht um Kontinuität sondern um grosse Brüche, // Selbsthistorisierung, parallele Narrativity, Repetitionen, repetieren // (weil Etat gestrichen wurde).
Dorothea Schürch erzählt, dass Vadim Zakharov aufrief, dieser Galerie etwas zu schenken, Zdenka Badovinac meinte dazu, NEIN! Sustainable museum, keine storage, immer gleiche Kollektion, die thinking history ((ist)), das was übrigbleibt, deshalb nicht übertreiben mit Essentialisieren, ((d.h.)) ihr Outsidertum nicht zu essentialisieren. Entwurf von anderen Personen …

Sasha Obukhova.
«Keep Acting: A Performative Exhibition Which Pretended to be Academic»
Vermittlerin, will das ((oder hat sie gesagt die)) Wurzeln von Performance begreifen, ((Wsewolod)) Meyerhold Sergei Eisenstein Gasmasks propogandistischer Massenaufmarsch, Malewitsch, Loch und stalinistischer Terror, nichts ist mehr vorhanden.
Oxford Dictionary, Terminology ((für Performance)), nur Männer keine Frauen ((wer hat das gesagt?)), Gehässigkeiten ((in der Konferenz)) wie damit umgegangen wird

Pavlina Morganova.
«Performance Art – Remembered, Described, Interpreted, Photographed, and Filmed, Sometimes even Reenacted»
ich mache nicht Theorie, sondern Geschichte, Selbstverständnis wichtig, hat damit zu tun, wie Geschichte erzählt wird
Witness Stage, direkte Zeugenschaft, Freunde ((sind vor allem anwesend?)), narrowly focused, kein Wille Geschichte zu schreiben
Investigator Stage, nach Mauerfall sich informieren, Probleme was oral history betrifft, als Investigator sind nicht alle Türen offen, Vertrauen erobern,
Documentay turn alle tools sind da ((live streaming z.B.)), presence in absence, anderer Anspruch …

Nikita Alekseev.
«Low Performance»
// in Stiefel mit Stab in Wasser stehen + sieben Schläge versetzen in fliessendem Gewässer, seven strikes to the water … //

Sven Spieker.
«Manifesto for a Slow Archive»
sehr intelligent ((Habe ich das von mir aus hingeschrieben oder hat das Dorothea Schürch gesagt)), hat gesagt, nicht alles zu essentialisieren.

Sophie Berrebi, Concept of the document, Rolle von Aktivist, the concept of the document ist für sich selber + auch etwas Anderes, ein Verweis auf etwas.

((Weiss nicht, ob Nachfolgendes von Sven Spieker oder Sophie Berrebi ist)): hat davon ((von folgendem Modell)) erzählt, sowohl

SAYING + DOING
(von etwas erzählen) (auch etwas tun)

DOCUPHILIC versus DOCUPHOBIC
gleichzeitig
ergänzend
VISIBILITY ————————————–INVISIBILITY
Jiri Kovanda ——————————–Jiri Kovanda
DOKU —————————————– AKTION

DOKUMENT + MONUMENT
…. von Foucault dokumentiert wird ….

Janez Jansa, // WHAT DO WE ACT WHEN WE REENACT //, Mount Triglav (((slowenisches Nationalsymbole))), Hüter_in der slowenischen Unabhängigkeit

Abgeschrieben von Gesprächsnotizen, 8. Dezember 2016, revidiert im September 2018
©Dorothea Rust